Biographie
Alfred Gulden: Leben und Werk

2008 SIEBENSCHMERZEN ein free Jazz Theater. Uraufführung im TNL (Théatre national du Luxembourg) am 19. März. Gedichte, szenische Konzeption, Stimme und Regie: Alfred Gulden. Komposition, Posaune und Dirigat: Christof Thewes. Chorleitung: Camille Kerger.

 

2007 „Glück auf: Ins Gebirg!“ erscheint. Gedichte, die Besonderheiten seiner beiden Heimaten, (Saarland und Bayern) in zwei Zyklen „Gebirg“ und „Bergwerk“ mitteilen. Illustriert von Samuel Rachl.

 

2006 RETOUR, CD mit Dialektliedern, erscheint. Jetzt sind alle Lieder, die in dem Liederbuch „Onna de langk Bääm/ Unter den langen Bäumen“ schon zu lesen waren, eingespielt und eingesungen. Der Kreis schliesst sich.

 

2005 Uraufführung von „Dieses. Kleine. Land“ als Auftragsarbeit des Saarländischen Staatstheaters. Das Stück erscheint auch als Textbuch im Gollenstein-Verlag, ebenso wie „Frau am Fenster. Und andere Geschichten“.

 

2004 „Zwischen Welt und Winkel. Alfred Guldens Werk und Lesebuch“ erscheint. Hrsg. Professor Günter Scholdt.

„Dreimal Amerika. Greyhound. Silvertowers. A Coney Island of my heart.” Roman, Erzählungen, Filmdrehbuch erscheinen in einem Band.

 

2003 Aufenthalt im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf. Arbeit an „Schwarzbachbett“, dem in Rom begonnen Priesterstück.  In Paris erscheint: „Sans Toit“, die französische Übersetzung des Romans „Ohnehaus“.  

 

2001 „Das Ding Erinnerung“ erscheint. Gedichte, illustriert von Reinhard Fritz.  

 

2000 „Onna de langk Bääm/ Unter den langen Bäumen“ erscheint. Eine Sammlung sämtlicher Lieder und Liedgeschichten, ebenso „Falltotum“ , Gedichte mit Zeichnungen von Samuel Rachl.  

 

1999 Chevalier de l´Ordre des Arts et des Lettres

 

1998 Realisation des 6-Tage-Spiels von Hermann Nitsch auf Schloß Prinzendorf.

 

1997 Ehrengast in der Villa Massimo in Rom. Das Katholische bricht mit aller Wucht herein.

Idee und erste Notizen zu einem Priesterstück.

 

1996 Längerer Stipendienaufenthalt in Bordeaux. Arbeit an den „Bordeaux-Geschichten“.Bekanntschaft mit Francoise Lartillot, der späteren Übersetzerin („Ohnehaus“, „Falltotum“, „Siebenschmerzen“, „Greyhound“). Erste Kontakte und Zusammenarbeit mit dem Jazz-Musiker Christof Thewes (Bislang entstanden die Vertonungen von : „Falltotum“,  „Siebenschmerzen“, „Greyhound“, „Das Ding Erinnerung“, „Die kleine Maghrebinerin“, „Cattenom“, „Ed-Hopper-Red“, „Darstellung II / 69/05“, „Glück auf: ins Gebirg!“, „Bahnhofsgeschichten“).  

 

1995 Plötzlicher Tod der Mutter. Sie hatte die „Muttersprache“ verkörpert, den Dialekt. Dreharbeit auf den Seychellen. Dann:Dreharbeit zu den Saarländischen Momenten, Filmgedichte zu speziellen regionalen Themen. 

 

1994 Tod des Vaters. Verleihung Kunstpreis des Saarlands. 

 

1993 Die New-York-Geschichten „Silvertowers“ erscheinen.

 

1992 Beginn der “Ich-Reisen durch Lothringen”. Fünf Filme. Ganz persönliche filmische Reiseberichte.

 

1991 Der Roman „Ohnehaus“ erscheint. Erstsendung des New York Films „A Coney Isyland of my heart”.

 

1990 Mit dem Kranichstein-Stipendium des Deutschen Literaturfonds in New York. Arbeit an den Erzählungen „Silvertowers“ und der Filmerzählung „A Coney Island of  my heart“. 

 

1987 Dozent für Rhetorik in Taos. Sommerakademie der fünf großen Universitäten im Südwesten der USA. Anschließend Reise durch die Four Corner States. 

 

1986 Längerer Frankreichaufenthalt. Arbeit am Roman „Ohnehaus“. Stefan-Andres-Preis. 

 

1984 Der Roman „Die Leidinger Hochzeit“ erscheint. Das Theaterstück „Splitter im Aug´“ wird in Saarbrücken als Auftragsarbeit des dortigen Staatstheaters aufgeführt. Es ist der erste Teil der Trilogie „Vorortgeschichten“.

 

1983 „Grenzfall Leidingen“ erhält den Deutsch-französischen Journalistenpreis und ein Jahr später den Preis der Fernsehregionalprogramme der ARD 

 

1982 „Greyhound“ erscheint bei List. Auszeichnungen: Staatlicher Bayerischer Förderpreis für Literatur. Und das Stipendium des Deutschen Literaturfonds. Die Essaysammlung „Nur auf der Grenze bin ich zuhaus“ erscheint.  

 

1980 Uraufführung von „Saarlouis 300“. Arbeit am Roman „Greyhound“. Literarische Auseinandersetzung mit den USA: Amerika am eigenen Leib erfahren...  

 

1978 Auftrag der Heimatstadt Saarlouis, ein Theaterstück für die 300Jahr-Feier zu schreiben.Nach langem wieder Arbeit fürs Theater. Wohnung in Saarlouis. Seitdem Pendler: München-Saarlouis.

 

1976 Zehn Jahre erscheinen Dialektkalender mit eigenen Gedichten. in saarländischer Mundart.  

 

1975 „Lou mol lo lo laida“ erscheint. Der erste Gedichtband in saarländischer Mundart. Erzielt binnen kurzem vier Auflagen. Weitere Dialektproduktionen (Hörspiele, Lieder, Filme,Theaterstücke). Erste Arbeiten für den Saarländischen Rundfunk (Hörfunk-Features, dann Dokumentarfilme). Dann auch für andere Sender. Realisation der 24 Stunden Aktion von Hermann Nitsch auf Schloß Prinzendorf, Österreich.  

 

1972 Studienabschluß als geprüfter Sprecherzieher. Kurse über rhetorische Kommunikation. Erste Filmarbeit. Dokumentarfilm „Aktionsraum 1 oder 57 Blindenhunde“. Läuft als Beitrag des WDR täglich auf der Dokumenta V. Heimkehr in die Muttersprache mit ersten Liedern und Gedichten. 

 

1970 Ende „Aktionsraum 1“. Trennung von Karen Bunjer. Gründung einer Wohn-und Arbeitsgemeinschaft: „A1 Informationen“. Druckerei und Verlag. Zehn Jahre Tätigkeit in der Druckerei. Wiederaufnahme des Studiums. Lernt seine spätere Frau kennen, die Münchnerin Karin Hubach. 

 

1969  Zweite Amerika-Reise. Nach der Rückkehr Mitbegründer und Mitorganisator von „Aktionsraum1“. Halle für Aktions-, Konzeptkunst und arte povera. 51 Veranstaltungen in einem Jahr.

 

1968 Gründung einer avantgardistischen Theatertruppe in München. Produktion von „Vorgänge/ Vorstellungen“. 

 

1967 Erste USA-Reise mit der Amerikanerin Karen Bunjer. Die Erzählung „Herrn Ziselewskis Berechtigung“ entsteht. 

 

1965 München. Universität. Spiel und Regie an Kellertheatern (Eugène Ionesco, Edward Albee, Peter Handke). 

 

1964 Abitur in Prüm. Studium der Germanistik, Sprech-und Theaterwissenschaft an der Universität Saarbrücken. Spiel und Regie bei der Studentenbühne (Jean Tardieu und René de Obaldia).  

 

1959 Bischöfliches Konvikt und Regino-Schule in Prüm (Eifel). Gründet eine Theatergruppe.

Stücke von Grass, Gryphius und Borchert werden aufgeführt.

 

1944 Alfred Gulden wird am 25. Januar in Saarlouis geboren. Typische Nachkriegskindheit im französisch besetzten Saarland und gelebte („stockkatholische“) Frömmigkeit: Ministrant und Chorknabe. Besucht die Volksschule und die ersten Gymnasialklassen in Saarlouis.